Mehr Geschmack

Das Augsburger Huhn wurde zu einer populären Nutztier­rasse, da es die gute Eierpro­duk­tion der italienischen mit der Fleischgüte der französischen Tiere vereinte, wie Bungartz schon 1893 in seinem Buch "Hühnerrassen" festhält:

 

„Die Vorzüge, welche man diesem Kreuzungsprodukt nachrühmt, sind: im eierlegen gleichwertig mit dem Italienerhuhn, in Fleischproduktion den französischen Rassen nicht nachstehend und das Fleisch selbst von gutem, saftigen Geschmack.“


Es ist die einzige existierende bayerische Hühnerasse, ein Landhuhn, welches, ob Eier oder Fleisch, ein besonderes, regionales Geschmackserlebnis bietet. Die extensive Freilandhaltung mit viel Bewegung und gutem, abwechslungsreichen Futter sorgen für etwas dunkleres Fleisch, welches sehr saftig ist und einen  an Wildgeflügel erinnernden Eigengeschmack hat. Die weißschaligen Eier mit tiefgelbem Dotter haben einen vorzüglichen, intensiven Eiergeschmack. Das Futter der Tiere, die extensiv in kleinen Gruppen mit Freilandauslauf gehalten werden, besteht aus heimischen Getreiden, v.a. Mais und Weizen, regional und gentechnikfrei produziertem Soja sowie Gras, Samen, Beeren, Insekten etc., welche sich das Huhn selbst sucht. Ab und zu ergänzt um die Gemüsereste aus der Bauernhofküche.